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Mitten im Dorf, von der Straße kaum sichtbar, versteckt sich der großzügige Anbau an das Straberger Feuerwehrgerätehaus mit rund 540 Quadratmetern Nutzfläche auf
zwei Etagen. © Foto Friedhelm Holleczek


Schmutz im Trinkwasser?

Dormagen, 1. Juli 2016 – Und wieder hat die Ge­schäfts­füh­rung der Kreiswerke Gre­ven­broich GmbH sich nicht ge­traut, unerwünschte, kritische Fragen von Journalisten zu be­ant­wor­ten. Zum wie­der­hol­ten Male fiel eine ent­spre­chen­de Bilanz-Pres­se­kon­fe­renz aus. Sonst nutzt man doch jede Gelegenheit, sein strahlendes Gesicht in eine Kamera zu halten, und sei das Ereignis noch so unwichtig.
Der Geschäftsführer Stefan Stelten (Jahresgehalt 2015 gemäß Geschäftsbericht: 153.870,33 Euro ein­schließlich Sachleistungen z.B. Dienstwagen) er­laubte sich sogar in anderem Zusammenhang, einen Ein­zel­nen aus dem Berufsstand als „Schmierfinken“ zu be­zeich­nen. Stattdessen legten die Kreiswerke Gre­ven­broich eine zwar umfangreiche, aber nur die Sicht­wei­se von Geschäftsführung und Aufsichtsrat be­schö­ni­gende Darstellung des Geschäftsverlaufs 2015 in schriftlicher Form vor. Das entspricht wohl dem ei­gen­en Selbstverständnis des Mo­no­pol­an­bie­ters für Trinkwasser für etwa die Hälfte der Be­woh­ner des Rhein-Kreises Neuss, dem auch keiner der 26.998 Dor­ma­gener „Anschlusspflichtigen“ entgehen kann.
Immerhin, so viel kann man im Geschäftsbericht nach­le­sen: „Besonders stolz sind wir darauf, dass wir seit 2004 und damit nun bereits seit 12 Jahren un­se­ren Wasserpreis nicht verändert haben. Diese Sta­bi­li­tät ist ein Kennzeichen unseres Unternehmens und nicht selbstverständlich. Aufsichtsrat, Ge­schäfts­füh­rung und die engagierten Mitarbeiter der Kreiswerke Grevenbroich GmbH stehen für diese erfolgreiche Ar­beit im Interesse unserer Kunden in den ver­gan­gen­en Jahren. Eine solche besondere Preispolitik hat auch in der Zukunft Bestand.“ Die letzte Aussage ist ja wohl ein Versprechen, dass die Preise auch in naher Zu­kunft nicht steigen werden. Ob das auch für Dor­ma­gen gilt, ist offen, denn ab dem 1. Januar 2017 über­nimmt die evd (Energieversorgung Dormagen GmbH) hier die Trinkwasserversorgung.
Nicht gestellt werden konnte zum Beispiel die Frage, ob die Beteiligung der Kreiswerke Grevenbroich an der IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Was­ser­for­schung gemeinnützige GmbH, die gleichzeitig mit dem Gesundheitsamt der Rhein-Kreises Neuss die Wasserqualität überprüft, nicht zu In­ter­es­sen­konflik­ten führen kann. Die Kreiswerke Grevenbroich GmbH gehört der Verwaltungsgesellschaft des Rhein-Krei­ses Neuss, die eine 100-Prozent-Tochter des Rhein-Krei­ses Neuss ist, zu dem ebenfalls das Ge­sund­heits­amt gehört. Wer kennt nicht den Spruch: „Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast.“ Woanders nennt man das Vetternwirtschaft.
Auch nicht gefragt werden konnte, was man mit der um 1,7 Millionen Euro auf jetzt 21,3 Millionen Euro erhöhten Rücklage (Eigenkapitalquote 71 Prozent) ge­plant ist. Seit Jahren verweigert man Antworten, denn: „Neben den allgemeinen Risiken in der Was­ser­ver­sor­gung (z.B. Wasserverunreinigungen, Rohr­brü­che) bestehen keine nennenswerten un­ter­neh­mens­spe­zi­fi­sche Risiken“, steht im Geschäftsbericht.
Interessant wäre auch die Frage, warum Ge­schäfts­führer Stelten im Jahr 2015 eine (kleine) Ge­halts­er­hö­hung (im Jahr 2014 waren es satte 8,5 Prozent) be­kom­men hat, das Gehalt des weiteren Ge­schäfts­füh­rers Ingolf Graul, der gleichzeitig Kämmerer des Rhein-Kreises Neuss ist, mit 4.696,80 Euro im Jahr unverändert geblieben ist. Hat diese Regelung Leis­tungs­be­zug?
Die Kreiswerke Grevenbroich haben im Jahr 2015 Mit­ar­bei­terdarlehen in Höhe von 68.000 Euro (Vor­jahr 64.000 Euro) ausgegeben. Wie hoch ist der Zinssatz? Sind die Darlehnsnehmer in Lei­tungs­funk­tionen?
Die Beteiligung der Öffentlichen Hand an pri­vat­wirt­schaft­lich organisierten Unternehmen mag sinnvoll sein. Oft wird sie missbraucht, um Schat­ten­haus­hal­te zu verschleiern, um „verdiente“ Mitarbeiter oder Freun­de (Geschäftsführer Stelten war früher So­zial­de­zer­nent im Rhein-Kreis Neuss) zu versorgen oder abzuschieben und um sich hinter dem gesetzlichen Schutz einer GmbH um Auskunftspflichten he­rum­zu­drücken.
Wie wir wissen, sind lange nicht alle GmbH-­Ge­schäfts­führer „Gutmenschen“. Deshalb sollte ihnen im Detail auf die Finger geschaut werden. Skandale gibt es zu Hauf. „Schmierfinken“ können halt ziemlich unangenehm sein und den „guten Ruf“ be­schmut­zen.



Abschied von Kai Uffelmann

Dormagen, 29. Mai 2015 – Die Goldene Mün­ze der Stadt Dormagen gab’s zum Abschied für den ausscheidenden Ersten Bei­ge­ord­ne­ten Kai Uf­felmann (Foto). Ab dem kom­men­den Montag sitzt er auf sei­nem neuen Sessel als Kreisrat in Winsen an der Luhe (bei Ham­burg).



Die Belle Étage in dritten Stockwerk des Rathauses war nicht wiederzuerkennen. Wo sonst büro­kra­ti­sche, nüchterne und geschäftige Sachlichkeit herrscht, war ein meterlanges Buffet mit Fingerfood und einer leckeren heißen Suppe aufgebaut. Kölsch, Sekt und Antialkoholisches wurde gereicht. Im ehe­ma­ligen Ratssaal sammelte sich die Crème de la Crème aus Dormagen und Umgebung dicht an dicht. Die Na­mensliste der Prominenten würde hier den Rah­men sprengen. Alle waren gekommen, um sich persönlich zu verabschieden von einem gebürtigen Frankfurter mit mün­sterländer Ambitionen, der sich nach einer vier­jäh­rigen Zwischenstation in Dor­ma­gen anschickt, den hohen Norden zu erobern.
Dort will er künftig Wurzeln schlagen, seine Karriere fortführen. Die Weichen für ein Eigenheim für sich und seine Familie sind schon gestellt, in gut er­reich­barer Fahr­rad­nähe (trotz Dienstwagen) zur Kreis­ver­waltung, seinem neu­en Dienstsitz. Das war ein Ab­schied mit vielen la­chen­den Augen, zwischendurch auch mal einem ern­sten, fast traurigen Ge­sichts­aus­druck des zu Ver­ab­schiedeten und einer launigen, freundschaftlich ge­präg­ten Rede von Bürgermeister Erik Lie­ren­feld, der ihm neben der wertvollen Ge­denk­mün­ze als Andenken an sein Schaffen in Dor­ma­gen einem Südwester (wasserdichte Kopfbedeckung für See­fah­rer, wird meist aus Öltuch hergestellt) gegen er­wart­bare stürmische Zeiten nahe der Meere und an der Elbe überreichte.

Das Personalkarussell
im Rathaus dreht sich

Dormagen, 9. April 2015 – Bürgermeister Erik Lierenfeld muss handeln. Der Weggang des Ers­ten Beigeordneten und Kämmerers Kai Uf­felmann per 31. Mai zum Landkreis Har­burg (bei Hamburg) löst in der Stadt­ver­waltung eine gan­ze Rei­he von Veränderungen aus. Erik Lie­ren­feld will entgegen früherer SPD­-Meinung die Chance nutzen, die Ver­wal­tungs­spitze auf nur noch drei Personen zu ver­kleinern – Bür­ger­meister und zwei Bei­ge­ordnete als Wahl­be­amte. Damit fielen län­ger­fristig die von Bür­ger­meister Peter-Olaf Hoff­mann als „Not­lö­sung“ eingeführten De­zer­nen­ten­stellen weg – eine Einsparung von rund 120.000 Euro an Personalkosten im Jahr und gleichzeitig Weg­fall einer Hierarchieebene.
Da es bis zur Wahl eines Nachfolgers von Kai Uf­fel­mann durchaus Jahresende sein könnte, muss der Ge­schäftsverteilungsplan geändert werden, damit der „Laden“ weiterlaufen kann. Erste Nutznießerin ist die jetzige Dezernentin Tanja Gaspers. Sie über­nimmt ab 1. Juni die Kämmerei als Dezernentin und wird damit verantwortlich für den kommenden Haus­haltsplan. Vorgesehen ist, sie später auch zur Bei­ge­ord­neten und Kämmerin aufzuwerten. Ab­wan­de­rungs­gelüste habe sie, so der Bürgermeister, dann wohl nicht mehr. Denn ihr Karriereziel, Wahlbeamtin zu werden, sei ja erst einmal erfüllt.
Auch Dezernent Gerd Trzeszkowski wird al­ters­be­dingt spätestens am 30. April 2017 ausscheiden. Das sei jetzt schon abzusehen. Bis dahin soll er ab 1. Juni zum weiteren allgemeinen Vertreter des Bür­ger­meis­ters ernannt werden, um mindestens drei hand­lungs­fähige Personen in der Verwaltungsspitze zu haben.
Die Lücke in der obersten Verwaltungsebene soll ein neuer Erster Beigeordneter auffüllen. Der Rat soll in seiner Sitzung am 21. April die Aus­schrei­bungs­un­terlagen beschließen. Gesucht wird idealerweise ein Volljurist, der nach den jetzigen Plänen die Be­rei­che Sicherheit und Ordnung, Feuerwehr und Ret­tungs­dienst, Bildung und Kultur, Jugend, Soziales, Woh­nen und Schule und die Aufsicht über den Dor­magener Sozialdienst übernehmen und als all­ge­meiner Ver­tre­ter des Bürgermeisters fungieren soll.
Ausdrücklich erwünscht seien auch Bewerbungen von Frauen. Es bestünde also die theoretische Chan­ce, dass die künftige Verwaltungsspitze zu zwei Dritteln mit Frauen besetzt ist. Damit wäre die von oben verordnete Frauenquote deutlich übererfüllt. Für Erik Lierenfeld als dann möglicher „Hahn im Korb“ viel­leicht eine verlockende Vorstellung.
Dem Vernehmen nach ist allerdings parteiintern schon alles klar: In Köln steht wohl schon ein Wunsch­kandidat der SPD in den Startlöchern. Ent­scheiden über die Besetzung der Stelle wird al­ler­dings der Rat. Die Vorauswahl trifft eine Fin­dungs­kom­mission aus Vertretern aller Ratsparteien.
Die Stellenausschreibung soll kostengünstig gestaltet werden. Eine Unternehmensberatung (mit Kosten von rund 50.000 Euro) soll nicht eingeschaltet wer­den. Einzig Anzeigen in der FAZ und in einschlägigen Internetportalen und auf der Homepage der Stadt Dormagen sollen die Kosten auf rund 9.000 Euro be­grenzen.

Lierenfeld BM-Kandidat der SPD

Dormagen, 18. Januar 2014 – Nun hat sich auch die SPD entschieden. Ratsherr Erik Lie­renfeld soll demnächst von der Mit­glie­der­ver­sammlung zum Bürgermeisterkandidaten der Sozialdemokraten in Dormagen nominiert werden, teilte die SPD gestern mit.
Der Politik-Youngster Lierenfeld (27 Jahre alt) be­kleidet derzeit nebenbei hier das Amt eines stell­ver­tretenden (ehrenamtlichen) Bürgermeisters und ist gleichzeitig Stadtverbandsvorsitzender seiner Partei. Er tritt gegen den starken CDU-Kandidaten und jet­zi­gen hauptamtlichen Bürgermeister der Stadt Dor­ma­gen, Peter-Olaf Hoffmann und den Zentrums-Kan­di­da­ten Hans-Joachim Woitzik am 25. Mai zur Wahl um den Posten des zukünftigen Ver­wal­tungs­chefs im Rathaus an.

Förderverein spendet Musikinstrumente

Dormagen, 12. Mai 2013 - Auch in diesem Jahr schenkt der Förderverein der städ­ti­schen Musikschule Musikinstrumente im Wert von fast 3.700 Euro. Das teilte der Vor­sit­zende des Fördervereins der Musikschule, Wolfgang Horst, in der letzten Vorstands­sit­zung mit. Und das solle auch in den kom­menden Jahren so bleiben.
So kann sich Bärbel Hölzing, Leiterin der Musik­schule, darüber freuen, dass auf ihren Vor­schlag hin der Förderverein Instrumente im Wert von 1.800 Euro für das laufende Jahr bewilligt hat.
Mit einem Zuschuß wird man auch die seit 50 Jahren bestehende Städtepartnerschaft Dormagen - St. An­dré unterstützen. Es sei ein Auftritt des Mu­sik­schul­orchesters mit etwa 40 Jugendlichen in der Part­ner­stadt fest eingeplant.
Positiv wurde die Teilnahme am „Kulturrucksack“ der beiden Städte Dormagen und Monheim begrüßt. Hier bereichert die Mu­sik­schule mit zahlreichen Dar­bie­tungen das Kul­tur­pro­gramm beider Städte.
Am 7. Juli steht das traditionelle Musikschulfest an der Langemarckstraße auf dem Programm. Erst­ma­lig wird eine Hüpfburg neben anderen Attraktivitäten das Rahmenprogramm erweitern, konnte Kristin Schulz, stellvertretende Vorsitzende, stolz ver­mel­den. Er­war­tet werden auch wieder zahlreiche Auf­tritte von En­sem­bles und Gruppen der Musik­schule Dormagen. Es wird eine Leistungsschau der Musiker der städtischen Kultureinrichtung werden. Alle Bür­gerinnen und Bür­ger sind herzlich eingeladen.

Dipl. Ing. Klemens Diekmann
wird neuer evd-Geschäftsführer

Dormagen, 13. Januar 2013 – Der zukünftige Chef in der evd (Energieversorgung Dor­ma­gen GmbH) hat jetzt auch ein Gesicht: Der Aufsichtsrat des örtlichen Energie- und Was­serversorgers hat sich in seiner Sitzung kurz vor Weihnachten für Dipl. Ing. Klemens Diekmann (49, Foto rechts) entschieden.
Der Vertrag sei bereits unterschrieben, verkündete Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann heute beim Neujahrsempfang der Stadt im Leibniz-Gynasium vor mehreren hundert geladenen Gästen.
Klemens Diekmann war seit 2009 Geschäftsführer bei den Stadtwerken in Haltern am See (nördliches Ruhrgebiet). Er löst den nach 28 Jahren auf eigenen Wunsch vor dem eigentlichen Vertragsende aus dem Amt scheidenden jetzigen Geschäftsführer Rudolf Esser spätestens zum 30. Juni des Jahres ab. Wann Klemens Diekmann genau nach Dormagen kommt, entscheidet sein bisheriger Brötchengeber mit der entsprechenden Freigabe. Diekmann möch­te auf jeden Fall vorher die Gelegenheit nutzen, sich hier einzuarbeiten. Da die Stadt Dormagen die Mehrheit (51 Prozent) an dem örtlichen Versorger hält, freut sich (nicht nur) Kämmerer Kai Uffelmann (Foto links) auf frischen Wind in der städtischen Toch­ter­ge­sell­schaft.

BI BAD sammelt 6.631 Unterschriften

Dormagen, 18. Oktober 2012 – Die BI BAD hat heute vier Aktenordner mit insgesamt 6.631 Unterschriften zu ihrem Bür­ger­begehren an Bürgermeister Peter-Olaf Hoff­mann über­ge­ben. Nun muss der Stadtrat am 6. November über das Anliegen von Elke Zaum, Kerstin Born (Foto v.l.) und ihren Mitstreitern aus Nievenheim entscheiden, ob das dortige Hallenbad erhalten bleibt und in einen ak­zeptablen Zustand versetzt werden soll.
Lehnt der Rat das Bürgerbegehren in seiner näch­sten Sitzung am 6. November ab – wie schon am 1. Oktober den Antrag zur Römer Therme – findet ein Bürgerentscheid innerhalb einer Drei-Monats-Frist bis spätestens 6. Februar 2013 in Dormagen statt. Das wäre dann der zweite in der Stadt­ge­schichte. Kerstin Born: „Wir wollten keinen Bür­gerentscheid in der Weihnachtszeit. Deshalb ge­ben wir die Unterschriften auch erst heute ab.“
„Die Verwaltung wird die Unterschriften bis zur Rats­sitzung geprüft haben. Dann entscheiden die Politiker, wie es weitergeht.“ erläutert Bür­ger­meister Peter-Olaf Hoffmann die kommenden Schrit­te.
Die BI BAD hatte bereits in den ersten Tagen ihrer Aktion in Nievenheim und der näheren Umgebung mehr als 3.000 Unterschriften gesammelt. „Da aber ganz Dormagen entscheiden sollte, haben wir da­nach auch alle anderen Stadtteile besucht und bei der Bürgern nachgefragt.“ verrät Kerstin Born über das Zustandekommen der Listen. Allein rund um das Einkaufszentrum an der Mathias-Giesen-Straße sind an nur zwei Aktionstagen der Bürgerinitiative mehr als 1.500 Unterschriften von Befürwortern zusammen gekommen. Im Gegensatz zum Bür­ger­antrag zur Römer Therme steht kein mit­glieder- und fi­nanz­star­ker Verein mit wirt­schaft­lichen Interessen hinter den Aktivisten aus Nie­venheim. Alle Aktionen der BI BAD werden aus Privatschatullen bezahlt. Dabei wurden sie sogar von Bürgern aus dem Neusser Süden personell unterstützt.



Vandalen beschädigten mindestens neun Pkw

Dormagen 31. März 2013 - In der Nacht zum Oster­sonntag wüteten Vandalen in Nie­ven­heim. Sie beschädigten mutwillig zahl­rei­che Pkw. Die Spur der Schäden zieht sich von der Straße „Am Norfbach“ über die Straße „Auf der Hardt“ bis zur Koniferen- und zur Pla­ta­nen­straße.
Mutwillig wurden Spiegel abgetreten und andere Schäden verursacht. In vielen Fällen deutet die Spu­renlage darauf hin, dass die Täter über die Fahrzeuge gelaufen sind und dadurch erhebliche Schäden ver­ur­sacht haben. Bisher wurden der Po­li­zei neun Fälle bekannt.
Ersten Ermittlungen zufolge dürfte es sich bei den Tätern um drei Jugendliche handeln, die in der Nacht gegen 03:30 Uhr im Bereich „Am Norfbach“ und „An der Birk“ beobachtet wurden. Wer Hinweise zu den Tätern geben kann, sollte sich mit der Polizei im Rhein-Kreis-Neuss, Telefon 02131 3000 in Ver­bindung setzen.

Falscher Wasserwerker unterwegs

Dormagen, 23. Juli 2012 - Ein unbekannter Mann klingelte vergangenen Samstag vor­mit­tags an der Wohnungstür einer Seniorin auf der Langemarkstraße und gab sich als Mit­ar­beiter der „Wasserwerke NRW“ aus. Er zückte kurz einen Ausweis, vermittelte einen se­ri­ösen Eindruck und verschaffte sich so Zugang zur Wohnung der älteren Frau.
In einem unbeobachteten Moment durchsuchte der Unbekannte das Schlafzimmer nach Wertsachen und ließ eine Schmuckschatulle mitgehen. Nachdem er das Haus verlassen hatte, wurde die Seniorin misstrauisch und stellte fest, dass sie einem drei­sten Trickdieb aufgesessen war. Die eingeleitete Fahndung der Polizei blieb bislang erfolglos. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Der Täter wird wie folgt beschrieben: Circa 40 Jahre alt, schlanke Figur, bekleidet mit Jeans, T-Shirt, schwarz-weißen Turnschuhen und Base­ball­cap. Er sprach hochdeutsch und hatte ein gepflegtes Er­scheinungsbild.
Hinweise zur verdächtigen Person oder möglichen anderen Opfern des Trickdiebes unter der Te­le­fon­nummer 02131 3000 an die Polizei.


Jetzt ist die Freiwillige Feuerwehr in Straberg wieder voll einsatzbereit:

Der Anbau ist

endlich fertig!

Dormagen, 15. April 2018 - Mitten im Dorf, doch von der Straße kaum sichtbar, versteckt sich der groß­zü­gi­ge An­bau an das Straberger Feuerwehrgerätehaus mit rund 540 Qua­drat­me­tern Nutzfläche mit Schu­lungs­raum, Raum für die Ju­gend­feuer­wehr, Ein­satz­lei­ter­büro, einem Aufenthaltsraum, den getrennten Um­klei­den und ver­schie­den­en Toiletten- und Duschräumen auf zwei Eta­gen. Der Anbau wurde heute von Bür­ger­meis­ter Erik Lie­ren­feld während einer Feierstunde an den Löschzug Straberg übergeben. Aktive sowie ehe­ma­li­ge Feuer­wehr­leu­te und Gäste von den anderen Löschzügen füllten die festlich geschmückte Fahr­zeug­hal­le an der Nor­bert­straße bis auf den letzten Platz.

Symbolische Schlüsselübergabe: v.l. Betriebsleiter des Eigenbetriebs Uwe Scheler, Architekt Jürgen Pennings, Bürgermeister Erik Lie­ren­feld, Löschzugleiter Sven Böckmann und der Dormagener Feuer­wehr­chef Bernd Eckhardt. © Foto Friedhelm Holleczek

Löschzugführer Sven Böckmann war voll des Lobes. „Wir ha­ben mehr bekommen, als wir erhofft und geträumt hatten. Wir selbst hätten weit kleiner, nicht mit so viel Weitblick geplant“, räumte er in seiner Begrüßungsrede ein. Der Lösch­zug Stra­berg habe nun drei Mal soviel Fläche für So­zial­räu­me zur Ver­fü­gung, als 1973 mit dem Bau des Feuer­wehr­ge­räte­hau­ses errichtet wurden. Bür­ger­meis­ter Erik Lierenfeld wie­de­rum lobte das Engagement der Straberger Feuerwehrleute. Mit rund 2.000 Stunden an Ei­gen­leis­tun­gen bei Elektrik, Licht und Heizung haben sie in ihrer Freizeit erheblich zum Ge­lin­gen des rund 500.000 Euro teuren Neubaus beigetragen. Bei der sym­bo­li­schen Übergabe des Schlüssels wa­ren dann auch alle höchst zufrieden.

„Wir wollen die Sicherheit in der Stadt nachhaltig stärken und zukunftsfest machen. Wir unterstützen deshalb den Löschzug Straberg als wichtigen Baustein für die Gefahrenabwehr in der Stadt gerne“, begründete Bürgermeister Erik Lierenfeld die In­ves­ti­tion, die der Rat schon vor Jahren beschlossen hatte. Die ge­plan­te Bauzeit sei zwar erheblich überschritten worden – das Richtfest war schon vor 15 Monaten – aber die lange Übergangszeit habe sich angesichts des Ergebnisses gelohnt.

Bernd Eckhardt, der Leiter der Berufsfeuerwehr der Stadt, se­kun­dier­te: „In Straberg investieren macht doppelt Sinn. Hier gibt es die höchste Tagesverfügbarkeit an freiwilligen Ein­satz­kräf­ten, die wir dringend benötigen. Deshalb wird auch dem­nächst ein wei­te­res Fahrzeug in Straberg stationiert.“ Die Fahr­zeug­hal­le ist bereits entsprechend vorbereitet. Die Tore wer­den ergänzt, Boden und Dach werden noch überarbeitet. Aber auch die anderen Stand­or­te der Feuerwehr in Dor­ma­gen werden nicht vergessen. Die nächsten Projekte in Nie­ven­heim, Hackenbroich, Stürzelberg und an der Hauptwache an der Kieler Straße seien auf einem guten Weg.

In einem großzügigen, hellen Schulungsraum werden sich zukünftig die Straberger Feuerwehrleute weiterbilden.
@ Foto Friedhelm Holleczek

Damit die wichtige Schulung und Weiterbildung der Feuer­wehrkräf­te in Straberg auch in angemessenen Räumlichkeiten stattfinden kann, gibt es in der ersten Etage des neuen An­baus einen großzügigen Schulungsraum mit ent­spre­chen­den tech­ni­schen Einrichtungen.

Hier springen die Feuerwehrmänner des Löschzugs Straberg in ihre Einsatzkleidung. Die Umkleide der Feuerwehr-Frauen ist kleiner, sieht aber ähnlich aus. @ Foto Friedhelm Holleczek

Bisher gab es im Feuerwehrgerätehaus nur einen beengten Um­klei­de­raum für die Feuerwehr-Männer und –Frauen. Das ist im Neubau jetzt deutlich besser geregelt. Gleiches gilt für Toiletten und Duschen. Auf der gleichen Ebene befindet sich ein Auf­ent­halts­raum mit Küchenzeile. Hier besteht nun die Möglichkeit, Einsätze in gemütlicher Runde „nach­zu­ar­bei­ten“.

Sven Böckmann und seine Kollegen werden demnächst den „Bü­ro­kram“ in einem hellen, lichtdurchfluteten Arbeitsraum im ersten Stock­werk des Anbaus erledigen können. Ein Raum für die Mitglieder der Jugendfeuerwehr ist gleich nebenan. @ Foto Friedhelm Holleczek

Der Rat machte den Weg frei für Schulbaumaßnahmen:

ÖPP – oh weh?

Der Rat der Stadt Dormagen traf sich zu seiner 25. Sitzung in dieser Wahlperiode. @Archiv-Foto: Friedhelm Holleczek

Dormagen, 6. März 2018 – In einem Punkt waren sich alle Mitglieder in der Sitzung des Rates heute Abend ei­nig: Unsere Schulen sind in einem desolaten Zu­stand, der schnellstmöglich verbessert werden muss. Das gilt besonders für das Bettina-von-Arnim-Gym­na­sium (BvA) und das Schulzentrum Hacken­broich. Das war’s aber schon mit der Einigkeit.

Denn Wege zur Sanierung unserer Schullandschaft gibt es meh­re­re. Einer davon, die Öffentlich-Private Partnerschaft, kurz ÖPP genannt. Dabei übernimmt ein privates Konsortium Planung, Bau, Finanzierung und den Betrieb der Gebäude nach fest­ge­leg­ten Leistungsbeschreibungen, einer Zu­sam­men­stel­lung von Nut­zer­an­for­de­run­gen, einem Raum­pro­gramm und zielorientierten Betriebsanforderungen. Die Stadt zahlt jährlich einen vertraglich festgelegten Betrag an das Kon­sor­tium. Nach Ende der Ver­trags­lauf­zeit werden die Lie­gen­schaf­ten schuldenfrei und in de­fi­nier­tem Zustand an die Stadt übergehen.

Es geht um deutlich mehr als 80 Millionen Euro, verteilt über 25 Jahre. Das diskutierte der Rat heute kontrovers. Nur die große Ratskoalition aus CDU und SPD sowie die FDP stimm­ten dafür. Die Verwaltung wird also beauftragt, zur Vor­be­rei­tung des ÖPP-Verfahrens die Vergabeunterlagen zu er­ar­bei­ten, damit der Rat, weitere Schritte beschließen kann. Das ÖPP-Verfahren kom­me aber nur zum Zuge, wenn es wirt­schaft­li­cher ist, als die bis­he­ri­ge Vorgehensweise.

Bürgermeister Erik Lierenfeld hat heute zur Klarstellung noch ein­mal eine Erklärung abgegeben. „ … dass mit dem heutigen Be­schluss­vor­schlag noch keine Entscheidung über eine tat­säch­li­che Privatisierung“… getroffen werde. „Auch durch den ergänzenden Beschlussvorschlag ist sichergestellt, dass der Hauptausschuss oder der Rat die letztendliche Entscheidung treffen wird.“

Das sahen die kleinen Fraktionen deutlich kritischer. Man binde sich schließlich für volle 25 Jahre, die keiner wirklich über­blic­ken könne. Die durch die ÖPP versprochenen Ein­spa­run­gen ge­gen­über einer konventionellen Vorgehensweise stün­den alle erst einmal nur auf dem Papier. Die Erfahrung habe gezeigt, dass eine Reihe von ÖPP-Projekten am Ende deutlich teurer würden. Schließlich wollten die Investoren ja auch noch ein Stück von dem Kuchen als Gewinn ein­strei­chen.

Als wesentlichen Vorteil eines ÖPP-Verfahrens sieht Bür­ger­meis­ter Erik Lierenfeld, dass das übernehmende Konsortium die Ge­währ­leis­tung für Qualität und Funktion der Gebäude für die ge­sam­te Vertragslaufzeit übernehme. Das sei mit einem Ge­ne­ral­un­ter­neh­mer, also der herkömmlichen Vor­ge­hens­wei­se, gesetzlich auf nur fünf Jahre beschränkt. Mit der ÖPP seien langfristig Ri­si­ken für die Stadt minimiert, denn größere In­stand­set­zungs­maß­nah­men an Gebäuden träten oft erst nach 15 und mehr Jahren Betriebszeit auf.

Zur Sanierung anstehen das Bettina-von-Arnim-Gymnasium so­wie die dazugehörige Turnhalle Haberlandstraße, allerdings ohne die Sanierung der dortigen Aula, weil sie unabhängig hiervon durchgeführt wird. Und die Sanierung des Leibniz-Gymnasiums sowie der Realschule Hackenbroich und einem Neubau in Form einer Erweiterung für vier Klassenräume sowie einer Mensa. Die Stadt müsste für diese Sanierungs- und Baumaßnahmen nach der herkömlichen Methode kurz­fris­tig mehr als 30 Millionen Euro in die Hand nehmen.

Die SVGD schreibt im Jahr 2016 tiefrote Zahlen:

„Die Gründe waren nicht absehbar“

Seit dem Jahresanfang hat auch die SVGD (Stadtbad- und Verkehrsgesellschaft) ein neues Logo. @ Grafik: SVGD

Dormagen, 7. Februar 2018 – Die Stadtbad- und Ver­kehrs­ge­sell­schaft (SVGD) schließt das Jahr 2016 mit ei­nem Zu­schuss­be­darf in Höhe von 6,717 Mil­li­onen Euro ab – so viel wie noch nie. Damit wurde der Wirt­schafts­plan um mehr als fünf Mil­li­onen Euro überzogen. Die­ser Betrag muss aus dem Haus­halt der Stadt aus­ge­gli­chen werden, sei aber von der Kämmerin bereits ein­ge­plant. Bürgermeister Erik Lierenfeld als Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­der dazu: „Den Geschäftsführer trifft kei­ne Schuld. Die Gründe dafür waren nicht absehbar.“

Eine offene Steuerprüfung ohne bisherige Bescheide für die Jahre 2007 bis 2015 sei der Grund dafür. Zur Deckung dieses Ge­samt­ri­si­kos habe Geschäftsführer Klaus Schmitz Rück­stel­lun­gen in Höhe von insgesamt 5,4 Millionen Euro gebildet, die im Geschäftsjahr 2016 ergebniswirksam wurden. Es sei noch nicht abschließend geklärt, in welcher Höhe das städtische Un­ter­neh­men Gewerbe-, Körperschafts- und Ertragssteuern und die darauf entfallenden Zinsen ans Finanzamt zahlen müsse. Die Betriebsprüfer des Fi­nanz­am­tes haben im Jahr 2011 vor Ort in die Bücher geschaut. Es gibt wohl un­ter­schied­li­che Auf­fas­sun­gen über die Zahllast zwi­schen dem Finanzamt und den von der SVGD beauftragten Wirt­schafts­prü­fern, die die Jah­res­ab­schlüs­se testiert hatten.

Die SVGD, die damals noch Stadtmarketing- und Ver­kehrs­ge­sell­schaft hieß, gehört heute unter neuem Namen und ohne den Bereich „Stadtmarketing und Tourismus“ wie damals zu hundert Pro­zent dem Eigenbetrieb Dormagen. Sie ist zu 51 Prozent an der evd (Energieversorgung Dormagen) und zu 88 Prozent am Stadt­Bus Dormagen beteiligt. Mit beiden Un­ter­neh­men bestehen Ge­winn­ab­füh­rungs­ver­trä­ge. Weiterer An­teils­eig­ner der evd ist die RheinEnergie Köln mit 49 Prozent und die DB Bahn Rheinlandbus mit zwölf Prozent am Stadt­Bus. Die evd muss ihre Gewinne an­tei­lig auch an die Rhein­Energie Köln ausschütten.

Der Wirtschaftsplan 2018 sieht vor, das laufende Jahr mit ei­nem Ver­lust in Höhe von 1,748 Millionen Euro ab­zu­schlie­ßen. In einem Finanzrahmen, der den Zahlen aus 2015 in der Grö­ßenordnung wieder entspreche. Im Jahr 2014 lag der Ver­lust noch bei 622.000 Euro. 2013 waren es 621.000 Euro, im Jahr 2012 bestand Zu­schuss­be­darf von 909.000 Euro und 2011 nur 577.000 Euro – und das einschließlich des Bereichs „Stadt­mar­ke­ting und Tourismus“, der jetzt in die SWD (Stadt­mar­ke­ting- und Wirt­schafts­för­de­rungs­ge­sell­schaft) aus­ge­glie­dert ist.

Da die Zahlen aus dem Jahr 2017 noch nicht öffentlich vor­lie­gen, vergleicht Geschäftsführer Klaus Schmitz in seiner Über­sicht mit dem Ergebnis aus dem Jahr 2016. Etwas verwirrend. Demnach stei­gen die Einnahmen aus dem neu geordneten Be­reich „Parken“ um 50.000 Euro. Im Bereich „Bäder“ steigt der kalkulierte Verlust von 989.000 Euro auf 1,753 Millionen Euro. Das sei dem Neubau des Stadtbades Sammys ge­schul­det. Hier schlü­gen Ab­schrei­bun­gen und Zinsen zu Buche. Und das trotz dem die Zahlen im neuen Bad mit monatlich fast 4.000 Be­su­chern mit mehr öffentlichen Zeiten deutlich über denen des alten Nievenheimer Bades liegen. Das alte Stadt­bad an der Robert-Koch-Straße war 2016 bereits geschlossen.

Der Bereich „Immobilien“ verbessere sich um 173.000 Euro auf nur noch 31.000 Euro Zuschussbedarf, denn der Abriss des Bür­ger­hau­ses Zons mit der Tourist-Info sei weitgehend rech­ne­risch abgeschlossen.

Im Tannenbusch, einem weiteren Geschäftsbereich, seien die Nach­wir­kun­gen der Stürme „Ela“ (Pfingsten 2014) und jüngst „Fre­de­rike“ noch deutlich zu spüren. Zäune müssten neu er­rich­tet werden. Es sei Baumschnitt erforderlich, sei beim Er­stel­len eines Baumkatasters festgestellt worden. Und die Toi­let­ten­an­la­ge wer­de für 50.000 Euro erneuert, da sie in die Jah­re gekommen sei. Mit Fertigstellung dieser Baumaßnahme An­fang April wer­den die Park­ge­büh­ren an Samstagen, Sonn- und Feiertagen auf 2,50 Euro angehoben.

Der StadtBus im Bereich „ÖPNV“ sei ohne die Sondereffekte für periodenfremde Nachzahlungen an die Verkehrsverbünde fast auf Vorjahresniveau. Hier werden rund ein Dutzend Hal­te­stel­len behindertengerecht ausgebaut.

Im Bereich „Finanzanlagen“ erwartet die SVGD einen Über­schuss von 2,358 Millionen Euro, der hauptsächlich aus der Ge­winn­ab­füh­rung der evd stammen dürfte.

Die evd ist damit der Haupt-Finanzier der SVGD, der die Zah­len sonst noch schlechter aussehen ließe. Die zum 1. Februar mas­siv erhöhten Wasser-Preise werden dazu beitragen.

Die SVGD kann von ihrem Tätigkeitsbereich und der Auf­stel­lung her eigentlich keine Gewinne erzielen, denn sie erbringt Leis­tun­gen für die Bevölkerung, die der Daseinsvorsorge (zum Beispiel der StadtBus, Tannenbusch oder das Hallenbad) die­nen, die aber nie kostendeckend arbeiten werden, da sie sonst niemand be­zah­len könnte.

So entstand die Karnevals-Anzeige für die SWD:

Helau und Alaaf aus Dormagen

Ein schweißtreibender Kraftakt für Manfred Strunk und Pranam Bendo war die „schwebende Jungfrau“ Mandy. Als Assistenten halfen Jo­na­than Benninghaus (Mitte) und Roger Ullrich.
@ Foto: Friedhelm Holleczek

Dormagen, 6. Februar 2018 - Karnevals-Hits schallen durch den großen Saal des Schützenhauses vom BSV, un­terbrochen von heiteren Helau- und Alaaf-Rufen. Die Stimmung ist bom­big. Konfetti fliegt durch die Luft. Nein, hier wird nicht zünftig die fünfte Jahreszeit ge­fei­ert. Hier wird an einem Januar-Mon­tag-Nachmittag bei frostigen Außentemperaturen hart ge­ar­bei­tet am Image der Stadt Dormagen.

Der Saal ist fast leer. Drei große Blitzanlagen haben die Halle in ein Fotostudio verwandelt. Fotograf Michael Hotopp und Roger Ull­rich von der Agentur Lohmann and Friends führen Regie. Hier soll ein neues Anzeigen-Motiv für die Stadt­mar­ke­ting- und Wirt­schafts­för­de­rungs­ge­sell­schaft (SWD) entstehen. Dormagen-News war dabei, warf einen Blick hinter die „Ku­lis­sen“.

Die Akteure vor der Kamera passend zur fünften Jahreszeit: Jung­frau Mandy (Manfred Strick) von der K.G. Thalia Blau Weiß Del­ho­ven von 1877 e.V., Stefan Strunk, Geschäftsführer der IG Delrather Karneval und Pranam Bendo aus dem Elverrat der KG Ahl Dor­ma­ge­ner Junge – alle natürlich im Ornat, wie es sich für echte Kar­ne­vals-Jecken gehört. Die Initiative für dieses Mo­tiv ist von der IG Delrather Karneval gekommen. Sie hatten auch die Organisation der Models übernommen.

Konfetti-Regen bringt die Narren in Stimmung.
@ Foto: Friedhelm Holleczek

Auf der fertigen Anzeige sieht später alles so leicht, loc­ker und per­fekt aus. Kaum einer ahnt, wie viele Bützchen fliegen müssen, wie oft das fröhliche Lachen einfriert, Ge­sichts­zü­ge auch mal entgleisen, wie viel Konfetti die beiden As­sis­ten­tin­nen von Fo­to­graf Michael Hotopp auf Kommando werfen müssen. Dann, nach einem wahren Blitzlicht-Gewitter, sind hunderte Fotos im Kasten, beziehungsweise auf dem Lap­top sichtbar.

Lustig sein kann auch Schwerstarbeit heißen. Wenn Stefan Strunk (1,71 Meter groß) und Pranam Bendo (1,68 Meter groß) die „Jung­frau Mandy“ (1,91 Meter groß) auf ihren Armen tra­gen sollen, müs­sen Jonathan Benninghaus, Pres­se­spre­cher der SWD und Or­ga­ni­sator dieses Events, und Roger Ull­rich schon mal Hil­fe­stel­lung leisten, damit es keine „Ver­letz­ten“ gibt. Wichtig ist dabei nur, dass die Helfer möglichst schnell aus dem Bild verschwinden, bevor der Fo­to­graf auf den Aus­lö­ser drückt. Und der fröhliche Gesichtsausdruck der Jecken muss auch noch stimmen. Am Ende ist alles gut ge­gan­gen, aber das Motiv hat es trotz aller An­stren­gun­gen nicht in die engere Auswahl geschafft.

Das Shooting wurde immer wieder für Beratungen über die Fo­to­mo­ti­ve unterbrochen. Die Akteure Jungfrau Mandy (2.v.li.) und Stefan Strunk (re.) nehmen die Tipps von Roger Ullrich (2.v.re.) und Michael Hotopp (li.) gerne an.
@ Foto: Friedhelm Holleczek

Mit kritischem Blick begutachten Michael Hotopp und der Pro­jekt­ver­ant­wort­li­che Roger Ullrich die ersten Ergebnisse auf dem Bildschirm des Computers. Die Akteure schauen ihnen über die Schulter. Was könnte man noch besser machen? Ro­ger Ullrich hat da einige Ideen. Also alles auf An­fang.

Karnevalisten sind eine große Familie. Das wird besonders deut­lich, denn die Protagonisten kommen zwar alle aus Dor­ma­gen, ihre „närrische Kultur“ jedoch unterscheidet sich. Die einen rufen „Helau“ als närrischen Gruß, die anderen sind da eher auf der Kölschen Seite mit ihrem „Alaaf“. Bei den einen gibt es das Drei­ge­stirn Prinz-Bauer-Jungfrau, bei den anderen den Prinzen mit sei­ner Prinzessin als närrische Tollitäten. Nicht nur das trennt die Jecken in Dormagen. Auch der „Alt­bier­äquator“ verläuft mitten durch die Stadt. Und trotzdem vereint die Narretei alle. Das soll natürlich auf dem An­zei­gen­mo­tiv rüberkommen: In Dormagen ist man eine große Ge­mein­schaft und hält zusammen.

Nach fast zwei Stunden konzentrierter Arbeit vor und hinter der Kamera sind alle zufrieden. Jetzt müssen sich die Ver­ant­wort­li­chen nur noch den passenden Spruch für die Anzeige ausdenken. Denn der war nicht vorgegeben, sollte sich aus der Situation ergeben.

So sieht das fertige Anzeigen-Motiv aus. @ Foto: SWD

Ein gelungenes Foto war nur der erste Schritt. Viele Stunden muss­ten Roger Ullrich und sein Grafiker-Team noch in­ves­tie­ren, bis das geplante Anzeigen-Motiv endlich fertig war. Es soll am Samstag in der Karnevalsausgabe eines Anzeigenblattes erstmals erscheinen.

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Geld sparen bei
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Energierverbraucher in Dor­magen könnten kräf­tig sparen, wenn sie sich nur den richtigen Ver­sor­ger aus­suchten. Der ört­liche Anbieter, die evd (Ener­gieversorgung Dor­magen GmbH), eine ge­mein­same Tochter der RheinEnergie Köln und der Stadt Dor­magen, ist da nicht un­be­dingt die erste Wahl. Un­sere lo­ka­len Politiker, die im Auf­sichtsrat des Un­ter­neh­mens sitzen, hö­ren das sicher nicht gerne, denn der Haushalt der Stadt pro­fitiert auch von den Ge­winnen der evd. Ein Wechsel zu einem ande­ren Anbieter ist im In­ter­net ganz einfach und vor allem mit keinem Qua­li­täts­ver­lust verbun­den, wenn man nicht un­be­dingt auf eine örtliche Ge­schäfts­stelle Wert legt. Nach einem neuen Ge­setz muss der Anbie­ter­wech­sel innerhalb von drei Wo­chen voll­zogen sein.

Das Vergleichsportal Veri­vox (www.verivox.de) listet allein für Strom bei einem Ver­brauch von 4000 kW/h im Jahr 295 mögliche Tarife auf, die in Dormagen ge­bucht wer­den können. Beim Grund­ver­sorgungstarif belegt die evd Platz 246, das günstigste Ange­bot des lokalen An­bie­ters steht auf Platz 203. Dabei sind weder Tarife mit Vor­auskasse, Kau­tion oder Bo­nus be­rück­sich­tigt. Es gibt also mindestens 202 Tarife anderer Lie­fe­ran­ten, die zum Teil deutlich preiswer­ter sind. So lassen sich im günstigsten Fall knapp 225 Euro im Jahr sparen.

Bei Gas sieht die Situation ähnlich aus: Bei einem Ver­brauch von 20.000 kW/h im Jahr werden 172 Tarife für Dormagen-Mitte aufgelistet. Der Tarif „evd Erdgas on­line“ steht auf Platz 130, der Tarif „evd Erdgas komplett“ auf Platz 136, der Tarif „evd Erdgas klassik“ sogar auf Platz 161 nahe am teuren Ende. Einsparungen von rund 430 Euro im Jahr sind drin, wenn Sie sich den richtigen Anbieter aussu­chen. Auch hier sind weder Tarife mit Kaution, Voraus­kasse oder Bonus berück­sichtigt. (Alle Angaben mit Stand vom 24. Januar 2015)


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